Was ist ein Hochseilgarten?

„Hochseilgärten“ sind Kletter- und Balancierelemente, kombiniert aus Seilen, Drahtseilen und Balken. Sie befinden sich in unterschiedlichen Höhen bis zu 20 Metern, eingehängt in Bäumen und künstlich aufgestellten Masten. Die herausfordernden Kletteraktionen bieten für Teams und Einzelne eine Vielzahl von Lern- und Erfahrungssituationen, an die sich die Teilnehmer_innen noch lange erinnern werden.

Hochseilgartenelemente haben mittlerweile einen hohen Stellenwert in erlebnispädagogischen Programmen. Sie sind als ein Teilbereich zu verstehen, der auf den Grundlagen der Erlebnispädagogik basiert. Die hier gemachten Erlebnisse und Erfahrungen können wirkungsvoll zu einer Kompetenzerweiterung führen und durch Reflexion Verhaltensänderungen bewirken.

In der Erwachsenenbildung, Personalentwicklung und besonders in der Jugendarbeit verzeichnen pädagogische Aktivitäten in diesen Anlagen in den letzten Jahren einen enormen Zulauf.

Unser Hoch- und Niedrigseilgarten am Schullandheim Wegscheide besteht aus 6 hohen und 4 niedrigen Seilelementen, welche fest in den Baumbestand des weitläufigen Waldgeländes installiert sind. Alle Seil-Stationen sind weit genug auseinander, um so ein intensives und konzentriertes Erleben und Lernen zu ermöglichen.

Hohe Seilgartenelemente:

Die Riesenleiter: Hier kann ein Team von drei Personen gleichzeitig klettern. Unter gemeinsamer Absprache und durch gegenseitige Hilfe und Unterstützung kann es das Kletterteam bis zur höchsten Stufe schaffen. Alle Kletterer werden von einem eigenen Sicherungsteam gesichert, welches aus mindestens 3 Personen besteht. Beim Sichern kommt es auf Verantwortungsbewusstsein und Vertrauen an. Kletterer und Sicherungsteam lernen einander zu vertrauen und verantwortungsbewusst zusammen zu arbeiten.

Der Chaplins Walk: Bei dieser hohen Seilstation klettern und balancieren 2 Personen als Partner über zwei horizontal parallel laufende Drahtseile. Man kann es nur durch die enge Zusammenarbeit im 2er-Team und mit der Sicherungsgruppe von einem Baum zum anderen schaffen. Wichtig dabei ist es sich abzusprechen, Kontakt zu halten und sich gegenseitig zu stützen.

Die Seilbrücke: Diese Station eignet sich hervorragend als Einstiegsübung und individuelle Herausforderung. Dabei balanciert der Kletterer, gesichert von seinem Sicherungsteam, über ein horizontal laufendes Drahtseil von einem Baum zum nächsten. Ein dickes Tau zum festhalten hilft dabei das Gleichgewicht zu halten. Diese Aktion kann auch im Rahmen des Nachtkletterns ausprobiert werden.

Das fliegende Eichhörnchen: An einem langen Seil wird eine Person vom ganzen Team in die Lüfte hochgezogen. Dabei schwingt man hin und her und fühlt sich schwerelos und leicht wie ein flinkes Eichhörnchen. Alle ziehen an einem Strang und sichern gleichzeitig ab, so dass jeder Mutige dieses Erlebnis vertrauensvoll genießen kann.

Die Kletterschlange: An drei säulenförmigen Elementen, welche vertikal mit Gelenken einander verbunden sind versucht man die Schlange gesichert zu erklimmen und zu bändigen. Da die Elemente ständig in Bewegung sind, ist diese Station eine ganz besondere Herausforderung für den Kletterer.

Die Fliegenden Stufen: Dieses hohe Kletterelement erfordert vom ganzen Team eindeutige Absprachen, Koordination und gegenseitige Hilfe und Unterstützung untereinander. Alle müssen mithelfen, die beweglichen Stufen, in 7m Höhe, so zu stabilisieren, dass der Kletternde alle Stufen überschreiten kann, ohne dass diese zu sehr ins Wackeln geraten.
Niedrige Seilgartenelemente:

Der Mohawk Walk: Dieser niedrige Seilpfad lässt sich nur im Team bewältigen. Hier muss man ein gutes Balancegefühl haben, andere festhalten, unterstützen und absichern.

Der Reifen: Nur mittels guter Zusammenarbeit und ohne Berührungsangst kann die Gruppe erfolgreich durch den Reifen kommen.

Die Liane: Schwingen von A nach B. Doch wie kommt das Team an die Liane? Hier sind Kreativität, Ideenaustausch und Mut zum Ausprobieren gefragt, dann kann es die ganze Gruppe schaffen.

Die Transportbrücke: Wie kommen wir alle vereint über die vor uns liegende Schlucht? Dort, über uns ein gespanntes Drahtseil. Doch entlang hangeln geht nicht! Gemeinsam, mit bereit gelegten Materialien, muss die Gruppe eine geeignete Konstruktion entwickeln, um zum Ziel zu gelangen.

Alle Hoch- und Niedrigseilstationen sind nach den aktuellen Standards gebaut und werden ständig auf Sicherheit geprüft. Geklettert wird ausschließlich mit geprüftem Bergsportmaterial.

Das Zick Zack: Kniffliger und spannender Balance-Parcours

Im Boden befinden sich feststehende niedrige Pfähle. In den vorhandenenEinkerbungen können Balken, welche dem Team zur Verfügung stehen,eingesetzt werden. Somit kann der unvorhersehbare Pfad gemeinsam gefunden werden.

Die Aufgabe besteht darin, dass die Gruppe über das vorgegebene Areal kommen muss, ohne den Boden zu berühren, mittels der Holzbalken. Passen die Holzbalken so wie das Team gedacht hat?

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